Aktuelles


15.05.2020

Eine frische Briese wehte 2019 über das Land…

…und hat auch uns in der Nase gekitzelt. 2013 haben wir uns einvernehmlich entschieden, nach dem Windpark „Großer Wald“ kein weiteres Projekt mehr anzugehen. Jeder von uns geht seinem eigentlichen Beruf nach und die Kapazität dafür war schlicht nicht vorhanden, mit der Windparkplanung hatten wir also alle eigentlich abgeschlossen. Die Ausbauzahlen der erneuerbaren Energien stiegen jedes Jahr stark an, und wir glaubten die Energiewende auf einem sehr guten Weg zu sehen.

Unser erstes erfolgreiches Projekt, der Windpark „Altheimer Höhe“ wurde im Jahr 2000 mit drei FL1000 in Betrieb genommen. Die geplante Laufzeit von 20 Jahren ist nun bald erreicht, und es galt für uns 2019 zu überlegen, wie es mit dem älteren Parkbestand weitergeht. In diesem Zusammenhang haben wir uns Verstärkung mit ins Team geholt, Marek Steiff (Sohn von Uwe, angehender Wirtschaftsingenieur Energiewirtschaft) hat sich im Rahmen seiner Studiums-Praxisphase mit der Fragestellung auseinandergesetzt, welche Handlungsoptionen für den Windpark „Altheim I“ bestehen. Abbau, Weiterbetrieb, oder Repowering?

Während wir uns mit dem Thema Abbau oder Weiterbetrieb beschäftigt haben, konnte man gleichzeitig feststellen, dass die Energiewende komplett ins Stocken geraten ist und jedes Klimaziel verfehlt wird.

Parallel dazu entschied sich die junge Generation, für ihr Recht auf eine lebenswerte Zukunft auf die Straße zu gehen, die FridaysForFuture Bewegung rückte die Klimadebatte wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaft.

Da wir diese Aufgabe als generationenübergreifend wahrnehmen, möchten wir auch weiterhin unseren Beitrag leisten. Wir haben uns dazu entschieden, ein neues Projekt zu planen.

Aufgrund neuer Regularien ist ein Repowering am auslaufenden Standort „Altheimer Höhe“ nicht möglich, weshalb hier nur ein neues, unabhängiges Projekt in Frage kommt. Hierzu bietet sich die Fläche zwischen den Standorten Altheim und dem Windpark „Großer Wald“ an, da wir durch die beiden gegebenen Windparks gute Kenntnisse zur Gegend und dem Windvorkommen haben.

Um also den ersten Schritt zu machen, haben wir den Kontakt zu Ortsvorsteher Hubert Mühling (Altheim) und Bürgermeister Markus Günther (Walldürn) gesucht. Anschließend durfte wir die Projektidee in einer öffentlichen Sitzung im Ortschaftsrat Altheim vorstellen, und darauf folgend die nächsten Schritte einleiten.

Aktuell befinden sich potentielle Standorte in der Vorprüfung, entsprechende Naturschutz und Umweltverträglichkeitsprüfungen sind beauftragt. Erst auf Grundlage dieser und einiger weiterer Gutachten können wir konkret mit der Standortplanung beginnen.

Damals wie heute ist unser Prinzip „Windkraft gehört in Bürgerhand“ die Grundlage und Motivation für unsere Arbeit. Auch dieser Windpark würde wieder als Bürgerwindpark umgesetzt werden, bei dem die Wertschöpfung vor Ort stattfinden soll. Dies gilt nicht nur für das Eigenkapitel, welches primär in Altheim und den umliegenden Ortschaften gezeichnet werden soll, auch Aufträge werden bestmöglich an lokale Unternehmen vergeben.

Bis dorthin ist es allerdings noch ein langer Weg, welchen Sie gerne mit weiteren Updates auf unserer Homepage mitverfolgen können.

07.03.2020

Relaunch der Webseite.